•  
  •   
    Bear

    EINWOHNER­GEMEINDE SEEDORF BE

    ImpressumSitemapDruckenSeite empfehlen

    Projekt im Überblick

    Das Wichtigste in Kürze

    Das Kabelfernsehnetz der Gemeinde Seedorf stammt aus den Achtzigerjahren. Aufgrund seines Alters und der ständig zunehmenden Anforderungen in Bezug auf Angebote und Bandbreite erfüllt das Netz mittelfristig die Erwartungen nicht mehr. Die Anforderungen an die Übertragungskapazität wachsen ständig, aufgrund von Online-Games, Videostreaming, Cloud Computing, 3D/HD oder sogar Ultra HD Fernsehen und aufgrund der Zunahme der Haushalte in der Gemeinde. Die Sicherstellung einer hohen Qualität auf dem bestehenden Kabelfernsehnetz kann zukünftig für die Signalanbieter und für die Endkunden nicht mehr gewährleistet werden.


    Im Rahmen einer Voruntersuchung wurden deshalb 4 Varianten geprüft:

    1. Nichts tun

    2. Modernisierung des bestehenden Kabelfernsehnetzes

    3. Verkauf Kabelfernsehnetz an externen Investor

    4. Neubau Glasfasernetz


    Die Variante 1 und 2 wurde vom Gemeinderat verworfen, einerseits aufgrund der entstehenden Angebotslücke und andererseits aufgrund der hohen Kosten für die Modernisierung des Kabelfernsehnetzes. Auch die Variante 3 „Verkauf“ wurde vom Gemeinderat verworfen, da ein externer Investor höchstwahrscheinlich die Aussengebiete wie z.B. Ruchwil, Dampfwil etc. nicht erschliessen würde und allfällige Synergien mit anderen Infrastrukturanlagen nicht mehr genutzt werden könnten. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, die Variante 4 "Neubau Glasfasernetz" weiterzuverfolgen.

    Gleichzeitig mit den laufenden Abklärungen der Gemeinde bezüglich einer Modernisierung der Breitbandkommunikationsinfrastruktur hat Swisscom mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen. Swisscom beabsichtigt die Modernisierung ihrer bestehenden Kupfernetze in den grösseren Ortschaften der Gemeinde. Davon könnten nicht alle Bürger und Bürgerinnen profitieren (gemäss Aussage der Swisscom würden rund 60-70% bei einem FTTS Ausbau profitieren). Aus volkswirtschaftlichen Gründen und aufgrund der schwierigen Ausgangslage der Gemeinde Seedorf (Gemeindegrösse, Zersiedelung) wird die Realisierung eines gemeinsamen Glasfasernetzes mit verschiedenen Partnern auf dem gesamten Gemeindegebiet vorgeschlagen. Es handelt sich um EWA Energie Wasser Aarberg (Quickline) und Swisscom Schweiz AG. Das gemeinsame Vorgehen hat mehrere Vorteile:

    • Es entsteht „EIN Netz für ALLE“
    • Eine breit abgestützte Finanzierung
    • Ein auf das Nötigste reduzierter Netzbau
    • Wahlfreiheit der Angebote (zwischen Produkten von Swisscom und Quickline)
    • eine Technologie mit Leistungsreserven für Jahrzehnte


    Start Projekt

    Das Projekt und die Erschliessungsarbeiten für ein Glasfasernetz können nun nach dem positiven Entscheid an der Urnenabstimmung vom 25.09.2016 beginnen. Die Erschliessung der Gebiete und Liegenschaften erfolgen etappenweise bis Ende 2019. Die Gebäude werden gruppiert, in Zellen oder nach Dorfschaften aufgeteilt. Die Etappierung der Gebiete erfolgt nach technischen Gesichtspunkten und wird sobald als möglich definitiv festgelegt.


    Vorgehen Erschliessung

    Als erster Schritt wird der Netzbau vom zentralen Standort (POP, bisher Telefonzentrale) in die jeweiligen Gebiete oder Dorfschaften der Gemeinde ausgeführt. Anschliessend werden der Verteilbereich zu den Liegenschaften und die Hausanschlüsse realisiert. Das Gebäude wird vom nächstgelegenen Schacht oder Werkloch in der Strasse oder Trottoir oder von der nächstgelegenen Verteilkabine erschlossen. Das Glasfaserkabel wird normalerweise in das vorhandene Kabelfernseh-Schutzrohr oder in das bestehende Rohr der Stromversorgung verlegt und im Hausanschlusskasten (BEP) montiert. Nachdem das Glasfaserkabel im Gebäude eingezogen und im Hausanschlusskasten (BEP) installiert wurde, wird die optische Steckdose (OTO) in der Wohnung installiert und mit dem Hausanschlusskasten verbunden.

    Die Hauseigentümer/innen entscheiden selber, ob sie ihre Liegenschaft mit einem Glasfaseranschluss erschliessen wollen. Die Hauseigentümer/innen werden kontaktiert, sobald in ihrem Gebiet die Abklärungen starten. Anschliessend werden die Gebäude besichtigt, ein Gebäude-Erschliessungsvertrag unterzeichnet und die detaillierten Planungsarbeiten für die Umsetzung gestartet.

    Sobald das Glasfasernetz fertig gebaut ist, beginnt die Stilllegungs-Phase des bestehenden Kabelfernsehnetzes. Nach der Abschaltung stehen die bisherigen Dienste über das Kabelfernsehnetz nicht mehr zur Verfügung. Auch die Swisscom Schweiz AG ist nach dem Bau des Glasfasernetzes daran interessiert, die Dienstleistungen inkl. Grundversorgung nur noch über das Glasfasernetz zu erbringen. Was bedeutet, dass Wartung und Unterhalt der alten Kupferkabel soweit möglich reduziert werden und allenfalls der Leistungsumfang am bestehenden Telefonanschluss von Swisscom auf die Grundversorgung reduziert wird (Telefonie, Internet ca. 2Mbit/s).


    Umsetzungszeitraum

    Es ist folgender Umsetzungszeitraum vorgesehen:

    2016/2017

    • Kontakt mit Gebäudeeigentümer/in
    • Akquisition Gebäude Erschliessungsvertrag

    2017-2019

    • Projektierung
    • Realisierung
    • Erschliessung
    • Laufende Freigabe realisierte Gebiete

    12.2019

    • Projektabschluss
     

    Finanzierung

    Die Investition für ein Glasfasernetz beläuft sich gesamthaft auf rund Fr. 5.05 Millionen. Die Kosten werden durch die Swisscom Schweiz AG und die Gemeinde (Spezialfinanzierung Kommunikationsnetze – keine Belastung des Steuerhaushaltes) gemeinsam getragen. Die Gemeinde und die Swisscom Schweiz AG haben neben einem pauschalen Beitrag zur Herrichtung der POP-Infrastruktur einen fixen Betrag pro errichtetem Glasfaseranschluss vereinbart. Der totale Investitionsbetrag der Swisscom Schweiz AG hängt somit vom Total an realisiereten Glasfaseranschlüssen ab.

    Die Aufteilung der Investitionskosten von Fr. 5.05 Millionen sieht somit ungefähr wie folgt aus:

    Der Gemeinde resp. der Spezialfinanzierung Kommunikationsnetze verbleiben Netto-Investitionskosten von rund
    Fr. 2‘150‘000.00. Mit den Anschlussentgelten in der Grössenordnung von Fr. 1‘500‘000.00 helfen die Hauseigentümer/innen, den zukünftigen Aufwand zu decken.

    Zudem beteiligt sich die EWA Energie Wasser Aarberg AG mit einer jährlichen Fasermiete an den Folgekosten. Die Erträge aus den Kooperationen mit Swisscom Schweiz AG und EWA Energie Wasser Aarberg AG sind in Verträgen mit Laufzeiten von 30 bzw. 15 Jahren abgesichert.

    Einwohnergemeinde Seedorf - Bernstrasse 72 - 3267 Seedorf - Tel. 032 391 99 50 - Fax 032 391 99 59 - gemeinde(at)seedorf.ch

    Glasfasernetz Seedorf
     
     
    1
    2
    3
    4
    5